Fissurenversiegelung
Das wichtigste, was Kinder über die Zähne lernen müssen:

  • Mundhygiene ist notwendig, kann aber auch Spass machen!
  • Der Zahnarzt hilft mir, meine Zähne gesund zu erhalten!


Die Teilnahme an einem Prophylaxeprogramm in einer Praxis, ist der beste Weg, den Kindern die Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen. Die Mitarbeiter des Prophylaxeteams schulen das Kind in einer kindgerechten und dem Risiko entsprechenden Mundhygiene. Der spielerische Umgang macht die Kinder mit der Praxis und besonders mit dem Behandlungsstuhl und den Instrumenten vertraut. Und wenn dann gelegentlich auch einmal der Zahnarzt nachschaut, ist das auch kein Drama. So baut sich frühzeitig ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen den kleinen Patienten und der Praxis auf.

WICHTIG:

  • Die Vorbeugung muss auf das individuelle Risiko des Kindes abgestimmt werden. Was für das eine Kind zuviel ist. ist für das andere u.U. noch nicht einmal ausreichend.
  • Die Vorbeugung muss auf die körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Kinder individuell abgestimmt werden. Werden die Kinder über- oder unterfordert, verlieren sie schnell das Interesse.
  • Die Eltern müssen das Vorbeugeprogramm konsequent unterstützen und mit gutem BEISPIEL vorangehen.
  • Alle Kinder in kieferorthopädischer Behandlung benötigen ein spezielles Vorsorgeprogramm.


Wie sieht ein solches Vorsorgeprogramm aus?
Wie bereits gesagt, hängt das Programm vom Alter und individuellen Risiko des Patienten ab. Die folgenden Schritte sind aber im allgemeinen bei allen Patienten erforderlich:

  • Bestimmung des Kariesrisikos
  • Objektive Bestimmung der Mundhygiene durch Erfassung von Zahnbelag, Zahnfleischentzündung und Zahnfleischbluten.
  • Erlernen des richtigen Umgangs mit der Zahnbürste und später mit der Zahnseide.
  • Versiegelung kariesanfälliger Grübchen mit der Fissurenversiegelung.


Bei höherer Kariesanfälligkeit oder auch bei kieferorthopädischen Behandlungen kommen zusätzliche Maßnahmen in Betracht:

  • Schmelzhärtung durch gezielte Fluoridierung mit hoher lokaler Konzentration. Diese aufwendige Fluoridierung entwickelt seine optimale Wirkung am Zahn, ohne das viel Fluorid in den Körper aufgenommen wird, wie es z.B. bei der Verwendung einfacher Fluoridgele der Fall ist.
  • Behandlung der Zahnoberflächen mit hochkonzentrierten CHX-Lacken. Dadurch werden Bakterien, die sich in die Schmelzoberfläche bereits eingenistet haben, vernichtet.


Das Bild links zeigt eindrucksvoll die angefärbten bakteriellen Beläge bei einem Kind. Mit bloßem Auge sind diese Beläge nicht einmal so auffällig. Man erkennt auch das geschwollene Zahnfleisch als Ausdruck einer Entzündung. Wenn hier nicht schnellstens etwas geschieht ist mit einem massiven kariösen Befall dieser Zähne zu rechnen.


Neben diesen einfachen Maßnahmen gibt es für die Risikopatienten noch ein erhebliches Spektrum zusätzlicher Möglichkeiten, um die individuelle Kariesgefahr zu verringern. Dazu zählen Maßnahmen zum Aufbau einer weniger kariesaktiven Mundflora, Verbesserung der Speichelsekretion usw. Genauere Ausführungen würden hier den Rahmen sprengen.

 

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